Nach einem Unfall

Ein Unfall ist schnell geschehen und kann dem umsichtigsten Fahrer passieren. Umso wichtiger ist es, sich bei der nachfolgenden Regulierung nicht vom gegnerischen Haftpflichtversicherer abspeisen zu lassen, sondern professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Bei einem unverschuldeten Unfall ist der Geschädigte so zu stellen, als wäre der Unfall nie passiert. Das bedeutet, dass sämtliche Schadenspositionen vom Schädiger zu erstatten sind. Dies sind z.B. die in einem Gutachten festgestellten Reparatur- oder Wiederbeschaffungskosten, die Kosten für den Sachverständigen selbst, eine Auslagenpauschale für Post- und Telefongebühren, Nutzungsausfall, Standgebühren, Schmerzensgeld und weitere Positionen.

Es ist daher wichtig, nach einem Unfall einen im Verkehrsrecht erfahrenen Rechtsanwalt zu kontaktieren und nicht zuerst mit dem gegnerischen Haftpflichtversicherer oder der Autowerkstatt zu verhandeln.

Häufig ist die Haftungsfrage nicht geklärt und die Gegenseite versucht den Erstattungsbetrag so gering wie möglich zu halten. Dadurch werden Ihre Rechte als Geschädigter beschnitten und weniger reguliert als eigentlich geschuldet. Dies kann jedoch ein unerfahrener Geschädigter nicht einschätzen und verzichtet auf berechtigte Ansprüche. Ein anwaltlich vertretener Geschädigter erhält in der Regel eine höhere Regulierung, als ohne anwaltliche Hilfe.

Die Kosten für die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts hat der Unfallverursacher bzw. dessen Haftpflichtversicherer zu tragen. Die Gebühr berechnet sich hierbei nach dem regulierten Betrag. Bei einer Mithaftung sind evtl. geringe Gebühren selbst zu tragen. Dies werde ich jedoch im Einzelfall mit Ihnen besprechen.